Es stinkt so süßlich am Marktplatz! Oh, es ist die dritte Liga…

Spätestens seit letztem Freitag weht ein unangenehmer Geruch durch Karlsruhes Straßen. Der faulige Geruch der dritten Liga hängt über der Fächerstadt.

Nach der erneuten Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf sollte es jedem klar sein, auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen: Der KSC spielt gegen den Abstieg. Auch Keeper Miller hat das im Interview deutlich formuliert.

Die Situation ist erschreckend, Baustellen in allen Abteilungen und auf allen Positionen. Die Spieler sind zwar bemüht – auch gegen die Fortuna war der Vortrag auf weiten Strecken ansehnlich – aber spätestens am Strafraum ist dann Ende, dort treffen sich Not, Elend und Verzweiflung. So etwas ähnliches wie Torgefahr entsteht nur nach Standards, und auch dann eher psychologisch als real.

Individuelle Defizite soweit das Auge reicht. Einzig das Ein-Mann-Mittelfeld Iashvili rennt und ackert, spielt druckvoll nach vorne. Schade, dass dieser Mann nicht auch noch gleichzeitig in der Spitze spielen kann, dann wäre der KSC-Sturm vielleicht kein Totalausfall mehr.

Denn wenn man denn mal eins schießen würde, wären Siege gar nicht so unvorstellbar, da das Toreverhindern doch einigermaßen klappt. Aduobe antizipiert großartig, schließt die Räume, die Langkamp’sche Innenverteidigung steht sicher. Über die Außenverteidiger reden wir trotzdem lieber nicht, Herr Schäfer und Herr Mutzel. Miller hingegen findet mehr und mehr zu alter Stärke zurück.

Gerne würde ich ein Patentrezept liefern, habe leider keins. Fakt ist, es wird Zeit. 5 vor 12 ist schneller, als so mancher Badener Abstiegsplatz sagen kann.

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