Was macht eigentlich…die Weltmeisterelf von 1990?

21 Jahre ist es her, da war Deutschland das letzte mal Weltmeister. Die Helden von Rom wurden gefeiert und für ihren Triumph bei der WM in Italien angebetet. Doch wer war damals eigentlich in dieser Mannschaft die sich unsterblich gemacht hat? Könnt ihr euch noch an Namen erinnern die nicht Kohler, Matthäus oder Riedle lauten? Nein? Grund genug diese einmal aufzuzählen und kurz zu gucken, ob aus unseren Helden von damals Hausfrauen geworden sind, oder ob diese immernoch im Rampenlicht stehen.

Fangen wir im Tor an

Bodo Illgner

Bodo, der mit seiner Frau Bianca früher für die Presse, die Beckhams von Deutschland waren hat gerade ein Buch auf den Markt gebracht in dem es um die Fussballszene und ihre Machenschaften geht. Ansonsten ist es ruhig um den ehemaligen Stammtorwart geworden. Er spielte zuletzt für Real Madrid nachdem er nach schwieriger Verletzung seine Karriere beenden musste.

Raimond Aumann

Der ehemalige Spieler von Bayern München und Besiktas Istanbul, wurde während seiner Karriere von häufige Verletzungen geplagt. Heute ist “Balu”, wie er wegen einiger Kilos zuviel oft genannt wurde, Fanbeauftragter bei den Bayern.

Andreas Köpke

Der Welt und Europameister ist heute noch sportlich aktiv und zwar ist Andy Torwarttrainer unserer deutschen Nationalmannschaft. Zwischendurch hielt er Management-Seminare, in welchen die Teilnehmer von seinen Erfahrungen profitieren sollten…

Nachdem wir über die drei Torhüter von damals was erfahren haben, widmen ich mich jetzt der Abwehr.

Klaus Augenthaler

“Auge” dessen letztes Länderspiel das Finale 1990 war, arbeitet als Fussballtrainer für die SpVgg Unterhaching. Vorher war er schon bei Bayern, dem Grazer AK, Nürnberg, Leverkusen und Wolsburg tätig, was mir zeigt das er sich langsam aber sicher die Karriereleiter runter arbeitet. Jedenfalls lange hat er es bei keinem Verein ausgehalten.

Thomas Berthold

Ab und an taucht der langjährige VFB Stuttgart Spieler mal als “Experte” auf und gibt seine Meinung und kluge Sprüche ab, sonst kommt nicht wirklich viel. Er hat vor einigen Jahren eine Firma gegründet und bietet VIP Reisen an u.a. im letzten Jahr zur WM in Südafrika.

Andreas Brehme

Andy der damals das entscheidende Tor im Finale per Elfmeter erzielte, engagiert sich sehr für Wohltätige Zwecke und ist als DFB Botschafter unterwegs. Er versuchte es auch zwischenzeitlich als Trainer, was aber wegen Erfolgslosigkeit auf Dauer keinen Sinn machte.

Guido Buchwald

Guido hat es wie viele seiner Kollegen auch als Trainer versucht. Teilweise war er relativ erfolgreich, er war sogar Trainer des Jahres 2006, allerdings in Japan. Danach hat er es in Deutschland versucht, aber das wurde nix. Seitdem wartet er auf Jobangebote als Trainer, beschäftigt sich aber Momentan im Präsidium der Stuttgarter Kickers mit dem Resort Fussball.

Jürgen Kohler

Der “Kokser”, für sein damals beinhartes Abwehrspiel bekannt hat es, wie soll auch anders sein, auch als Trainer versucht. Da er hierbei aber so schlecht war, wurde dieses Erlebnis gleich abgehakt und Jürgen begann als Amateur beim Kreisliga-C-Verein Alemannia Adendorf im Rhein-Sieg-Kreis zu spielen. Seit Januar 2011 ist Kohler im Beirat des Frauenfußball-Bundesligisten SC 07 Bad Neuenahr. Dort übernimmt er sowohl im Marketing als auch im sportlichen Bereich eine beratende Rolle.

Hans Pflügler

An diesen Namen konnte ich mich zum Beispiel garnicht erinnern, nichtmal ein Bild hatte ich vor Augen. Der ehemalige Bayern Spieler betreibt heute mehrere Fanshops und eine Pension. Er ist außerdem bei den Bayern als Abteilungsleiter “Outlets” in der Direktion “Merchandising/Outlets und Lizenzen” tätig.

Stefan Reuter

Stefan, der gefühlt sein ganzes Leben beim BVB spielte, versuchte es nach seiner aktiven Karriere mit Bürojobs. Erst war er bei Dortmund im Sponsoring tätig und dann sollte es die Geschäftsführung bei 1860 München sein. So toll lief das nicht für Stefan und rasch folgte die Beurlaubung. Seitdem ist es ruhig geworden um den ehemaligen Weltmeister.

Paul Steiner

Der nächste der mir nichts sagt. Paul hat bei der WM auch nicht gespielt und hat lediglich im Vorfeld des Turniers mal in einem Freundschaftsspiel für eine Halbzeit mitgewirkt. Wie also soll man sich an ihn erinnern? Naja egal, Weltmeister ist er trotzdem und heute arbeitet er als Talentsucher für den 1.FC Köln. Anscheinend auch nicht so erfolgreich, oder gibt es in Köln derzeit super Talente?

Das war die Abwehr die den Laden um Bodo Illgner sauber halten sollte, jetzt gehts ans Mittlefeld.

Uwe Bein

Bein galt als einer der technisch stärksten deutschen Mittelfeldspieler, seine “tödlichen” Pässe waren gefürchtet. 2005 war Bein Manager von Kickers Offenbach, die Zusammenarbeit endete aber schon nach sechs Monaten. Heute arbeitet er für eine Versicherung an Nachwuchs-Projekten.

Günther Herrmann

Der nächste der mir Unbekannten. Ich war wohl einfach noch zu jung bei der WM um mir jeden zu merken der dabei war. Günther ist auch ein Weltmeister ohne eine Sekunde gespielt zu haben. Heute ist er Trainer des Oberligisten VSK Osterholz-Scharmbeck und spielt dort bei den Senioren mit.

Thomas Häßler

Icke konzentriert sich auf das was er damals schon gut konnte. Er war nämlich bekannt als begnadeter Technicker und diese Fähigkeit versucht er weiter zu vermitteln. Von Oktober 2006 bis Oktober 2009 war er Techniktrainer des 1. FC Köln, danach war er im Jugendbereich des Vereins tätig. Von Februar bis November 2007 war Häßler zudem Assistenztrainer von Berti Vogts in der nigerianischen Nationalmannschaft. Im Moment ist er wieder Technicktrainer beim FC. Nebenbei hat er außerdem ein Musiklabel gegründet.

Pierre Littbarski

Der nächste der es als Trainer versucht hat. Wie seine Kollegen auch eher mit mäßigem Erfolg was man anhand der schon stattlichen Anzahl an Trainerstationen sieht. Unter anderem war er in Yokohama, Co in Leverkusen, Duisburg, nochmal Yokohama, Sidney, Fukuoka, Teheran, Vaduz und Wolfsburg tätig. Auf jeden Fall kann der derzeitige Co-Trainer beim Vfl Wolfsburg behaupten er habe was von der Welt gesehen.

Lothar Matthäus ( Mannschaftskapitän )

Was soll man zu Loddar groß sagen? Auch er versucht es natürlich als Trainer und ist derzeit Trainer der bulgarischen Nationalmannschaft. Aber statt mit sportlichen Erfolgen macht er nur mit Frauengeschichten auf sich aufmerksam und bringt sich immer selbst ins Gespräch, wenn in der Bundesliga mal wieder nach einem Trainer gesucht wird. Bisher vergeblich… ich bin mal gespannt wer mal weich wird und ihm eine Chance gibt.

Andreas Möller

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Als update wäre nur zu sagen, dass er mittlerweile zurückgetreten ist und wohl eine neue Herausforderung sucht.

Olaf Thon

Nachdem er 2003 nach zahlreichen Verletzungen seine Karriere beendete, hörte man längere Zeit nichts um Olaf. Dann war er war von Juni 2005 bis Juni 2008 Mitglied im Aufsichtsrat von FC Schalke 04 und übernahm danach eine Anstellung im Marketing-Bereich. Im April 2009 ging man dann getrennte Wege, das hing wohl auch mit Magath zusammen. Und ihr dürft mal raten was er seit einem Jahr jetzt macht? Richtig – er trainiert eine Fussballmannschaft und zwar den NRW-Ligisten VfB Hüls. Wer kennt ihn nicht… ?

Das war das Mittelfeld, also fehlt nur noch der Sturm der deutschen Weltmeistermannschaft.

Jürgen Klinsmann

2004 wurde Klinsi Fußballbundestrainer und führte die Nationalmannschaft bei der WM 2006 auf den dritten Platz. Nach der WM ließ er seinen Vertrag als Bundestrainer nicht verlängern. Er widmete sich dann wieder seiner Sportconsulting-Agentur Soccer Solutions in den USA. Klinsmann übernahm dann am 1. Juli 2008 den Trainerposten von Bayern München. Nur ein Jahr später wurde er vorzeitig freigestellt Also der nächste der letztendlich als Trainer gescheitert ist. Aktuell arbeitet Klinsmann mit seiner Firma Soccer Solutions als Berater des Toronto FC.

Frank Mill

Den Großteil seiner Karriere verbrachte Mill bei Essen, Gladbach und Dortmund. Danach versuchte er sich in der Saison 1996/97 als Manager bei Fortuna Düsseldorf, wurde dort allerdings zum Saisonende entlassen.
Heute ist er Unternehmer und betreibt 74 Fußballschulen für Kinder und Jugendliche im ganzen Bundesgebiet. In diesen Schulen sind über 50 ehemalige Profi-Fußballer als Praxisanleiter tätig. Nicht schlecht, da hat ja doch jemand mal was Größeres geschaffen. Respekt.

Karl-Heinz Riedle

Anfang des Jahres 2002 versuchte Riedle nochmals ein Comeback, nachdem er 2000 eigentlich Schluss gemacht hatte und stieg in das Training des Liechtensteiner Fußballvereins FC Vaduz ein. Nach drei Wochen entschied er sich allerdings gegen sein Vorhaben. Bis zum Frühjahr 2007 arbeitete Riedle dann als Sportchef beim Schweizer Rekordmeister Grasshoppers Zürich. Der frühere Top-Stürmer “Air-Riedle” besitzt heute ein 4-Sterne-Hotel und ein Fußball-Camp für Kinder in Oberstaufen im Allgäu. hier ist also aus einem Sportler auch ein Geschäftsmann geworden

Rudi Völler

Auch Rudi hat sich als Trainer versucht, dass scheint wohl eine Krankheit unter Fussballern zu sein. Als Trainer war “Tante Käthe”, wie Völler noch genannt wird, weniger erfolgreich. Zwar wurde das Nationalteam unter seiner Regie Vizeweltmeister, doch bei der EM 2004 schied Deutschland in der Vorrunde aus und Völler trat zurück. Heute ist der er Sportdirektor bei Bayer Leverloosen, äh Leverkusen mein ich natürlich.

Trainer war damals übrigens niemand geringeres als der Kaiser Franz und was dieser macht, wissen wir wohl alle. Ich glaube es gibt gefühlt keine Fussballsendung in der er nicht zumindest erwähnt wird.

Zu guter Schluss hab ich für euch nochmal das Video aus dem WM-Finale von 1990 mit dem entscheidenden Elfmeter von Andreas Brehme gefunden.

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