Manuel Riemann – keine Eintagsfliege?

Nach dem DFB-Pokalspiel von Wacker Burghausen gegen Bayern München wurde eigentlich nur noch über einen gesprochen: Manuel Riemann, der Torwart von Burghausen. Bayern-Spieler wurden mit Fragen über ihn genervt, die Reporter kannten nur noch ein Thema. Irgendwie nervt mich das. Er hat zwar viele Bälle gehalten, aber die waren auch meist alles andere als gefährlich – kamen meist direkt auf den Mann. Aber wenn es mal knapp wurde war der gute Manuel nicht einmal in der Nähe. Darum verstehe ich diesen Rummel nicht. Alle Fragen sich, was mal aus ihm wird…

Aber wer weiß das schon? Denn es ist doch bekannt, dass ein solcher Spieler vor dem voraussichtlich größtem Spiel seiner Karriere bis in die Haarspitzen motiviert ist und sich in einen richtigen Rausch spielt. So ist es meines Erachtens auch zu erklären, dass die Burghauser so lange durchhielten.
Beachtlich fand ich lediglich seinen Mut im Elfmeterschießen. Mit 18 Jahren sich zu trauen, einen Elfmeter selbst zu schießen, und ihn dann so platziert zu verwandeln, das war klasse.

 

Legendäre Interviews: Daum contra Hoeneß

Schon lustig was damals so im aktuellen Sportstudio beim ZDF abging. Da wurde noch ein Vorwurf nach dem anderen ausgeteilt – ohne Rücksicht auf jegliche Verluste. Hoeneß wirft Daum irgendwelche getätigten Aussagen gegenüber Jupp Heynckes vor. Der wiederum hat gar nichts zu sagen und tut so, als wäre er überhaupt nicht betroffen. Daum hingegen spielt ganz den harten Mann und giftet zurück Richtung Uli Hoeneß, doch der lässt sich das nicht gefallen! Er schlägt zurück und holt die verbale Peitsche raus.. Wie auch immer – für eine mittelklassige 15:00 Uhr-Talkshow wäre dieser Auftritt ein absolutes Highlight gewesen. Jedoch heutzutage leider undenkbar, dass sich Heynckes, Hoeneß und Daum in einen Raum setzen!
P.S.: Meine Fresse war der Würstchen-Uli damals schlank…

Die größten Skandale der DFB-Auswahl

Trainingslager und Weltmeisterschaften waren schon immer etwas Besonderes innerhalb der DFB-Auswahl. Vom “Geist von Spiez”, der einst die deutsche Nationalmannschaft 1954 in Bern zum Weltmeistertitel beflügelt hat, bis zum deutschen Sommermärchen anno 2006. Immer stand das Kollektiv im Vordergrund. “Die Mannschaft ist der Star” – das wusste schon einst Berti Vogts. Doch nicht immer ging es bei der Nationalmannschaft zu wie im Streichelzoo. Über die größten Affären der DFB-Auswahl möchte ich hier an dieser Stelle einmal genauer berichten.

Alkohol und leichte Mädchen am Schlucksee
Im Trainingslager 1982 am beschaulichen Schluchsee zerfiel die deutsche Mannschaft recht früh in kleine Cliquen. Bundestrainer Jupp Derwall drückte damals beide Augen zu, als die Profi-Kicker nach dem Vorbild von Paul Breitner und Toni Schumacher bei nächtlichen Trinkgelagen mit lustigen Pokerrunden und leichten Mädchen vergnügten. Teamintern wurde der See schnell in “Schlucksee” umbenannt. Später spielte das Torwart-Idol Schumacher die Ereignisse in seinem Skandal-Buch “Anpfiff” herunter – man sollte den Verkehr mit professionellen Damen legalisieren, es würde der Leistung der Profigrätscher nur gut tun.

Die Suppenkasper-Affäre

Fortsetzung fanden die großen Skandale der DFB-Auswahl bereits 1986 unter dem Kaiser Franz Beckenbauer. Stinkig über seine Position hinter dem Kaugummi kauenden Toni Schumacher, ließ Uli Stein damals verkünden, der Teamchef sei doch nur ein “Suppenkasper”. So schnell wie dieser Satz ohne Bedacht ausgesprochen wurde, so schnell fand sich Stein bereits wieder auf dem Rückflug nach Deutschland. Das Abenteuer Mexiko war für ihn beendet und der Kaiser statuierte ein Exempel – mit ihm könne man so etwas nicht machen.

Sex und Stinkefinger – USA 1994

Auch 1994 bei der WM in den USA machte die deutsche Elf durch jede Menge Skandale auf sich aufmerksam. Erst versuchte Bianca, die Herzdame des Nationaltorwarts, ihren eingesperrten Liebling in einer Nacht -und Nebelaktion zu beglücken. Der Versuch misslang – Bundes-Berti ertappte die Beiden und verwies daraufhin die traurige Spielerfrau des Landes. Etwas mehr Glück bewies da schon Stefan Effenberg. Dessen ausgestreckter Mittelfinger verhalf ihm zu einem verlängerten Urlaub und seiner Frau Martina zu ein paar Stunden mit dem geliebten Ehemann. Bedanken wollte sie sich später auch noch artig: “Danke Berti!” ließ sie über die Titelseite der Bild-Zeitung verkünden.

Mark van Bommel ist vom anderen Ufer

Zur Zeit gibt es in der Welt der deutschen Fußballblogs eine wahre Flutwelle von Negativ-Beiträgen über Mark van Bommel. Es verbreitet sich eine richtige Hassstimmung, nachdem er sich einen Griff in die Weichteile des Gegners leistete. Aber, dass er gerne mal den Schritt des Gegners abtastet, ist doch schon lange bekannt, schließlich ist van Bommel auf dem Gebiet ein Wiederholungstäter. Ich würde das auch garnicht so schlimm sehen, wie es alle tun, sondern eher als Zärtlichkeit gegenüber seinem Gegner verstehen. Mark will doch keinem was Böses!

Dennoch muss ich sagen, ich persönlich würde genau aus diesem Grund nicht gerne gegen ihn Spielen, was aber sowieso aufgrund meiner grandiosen mangelnden Fähigkeiten nie eintreten könnte.

Lars Ricken wechselt zu Werder Bremen

Der SV Werder Bremen hat einen weiteren Spieler für die kommende Saison verpflichtet. Vom Ligakonkurenten Borussia Dortmund wechselt der 31-Jährige zur Schaaf-Elf. Aufgrund der großen Personalsorgen hat die Club-Führung noch einmal zugeschlagen und den ehemaligen Nationalspieler und Weltpokalsieger für 4,5 Millionen Euro an die Weser gelockt. Thomas Schaaf über den Transfer:“Lars ist ein vielseitiger Spieler der uns in der jetztigen Situation sicherlich helfen kann. Er hat Führungsqualitäten und wird der Mannschaft Stabilität verleihen und das Offensivspiel weiter beleben“. Die Fans des SV Werder Bremen nehmen die Verpflichtung mit gemischten Gefühlen auf.

Am heutigen Freitag wird Ricken das erste Mal mit der Mannschaft tranieren und zeigen, dass die 4,5 Millionen Euro richtig investiert wurden. Klaus Allofs äußerte sich ebenfalls positiv über seinen neuen Coup:“Wir beobachten Lars seit einigen Jahren, doch leider haben Verletzungen oft einen Strich durch die Rechnung gemacht. Unserem Offensivspiel wird es gut tun und die Stürmer werden noch besser in Szene gesetzt. “
Bleibt abzuwarten ob an dieser Meldung ein Fünkchen Wahrheit ist…

Schalke 04 und Appiah – ein Kommentar

Das Hin-und Her um Stephen Appiah nimmt schon fast komödiantische Züge an. Nun soll doch glatt der Spieler seine Ablöse selbst bezahlen. Laut Berichten der türkischen Zeitung “Hürriyet” solle der ghanaische Nationalspieler, die von Fenerbahce Istanbul geforderten 10 bis 12 Millionen Ablösesumme, selbst tragen.
Besorge das Geld, und Du kannst hingehen, wohin Du willst.

Oder Schalke bringe die festgeschriebene Ablöse von 27 Millionen Euro direkt auf. Man darf sich entscheiden. Eine weitere Möglichkeit: Kuranyi und Altintop für Appiah abgeben. Dies dürfte aber eigentlich nur ein gut gemeinter Witz der türkischen Vereinsführung sein. Aber endlich mal ein anderer Ansatz auf dem Transfermarkt. Die Spieler könnten doch in Zukunft selbst dafür aufkommen, wenn sie unbedingt woanders spielen wollen.

Die Laufzeit der Verträge würde sich dann nicht künstlich hochschrauben und ein Spieler würde sich zweimal überlegen, ob er nicht doch bei seinem Verein, für den er sich nun mal entschieden hat, bleiben will. Im Berufsleben wird ja auch nicht jedes Jahr der Arbeitgeber gewechselt – das macht sich doch nicht im Lebenslauf. Im Fussball dagegen scheint es ganz egal. Ein halbes Jahr hier, ein dreiviertel Jahr mal dort – alles kein Problem. Wer diesen Lebensweg gehen möchte, der soll aber bitte auch dafür bezahlen. Das haben die Türken schon ganz richtig erkannt. Oder am Besten gleich selbstständig machen, dann ist man sein eigener Herr.

Holt Werder Bremen Nicolas Anelka?

Laut englischen Medien will Werder Bremen den französischen Nationalstürmer Nicolas Anelka verpflichten. Der 28 jährige Anelka steht zur Zeit bei den Bolton Wanderers unter Vertrag, möchte aber gerne in der Champions-League spielen. Auch Arsenal, Manchester City und Valencia haben bereits Interesse bekundet. Anelka soll allerdings über 10 Millionen Euro kosten, ich denke es wird schwer für Werder, ihn verpflichten zu können. Allerdings wäre es, wie ich finde, ein weiterer Schritt in Richtung einer bekannteren Bundesliga. Ich frage mich, ob Allofs sich jetzt vielleicht auch nur ein wenig unter Zugzwang sieht, nach der Niederlage im Ligapokal…

Leider konnte ich im Ligapokal-Spiel zwischen Bayern München und Werder Bremen nur die zweite Halbzeit sehen. Aber was ich da gesehen habe, war auf Bremer Seite kein Genuss. Mit der Aussagekraft des Ligapokals ist das ja so eine Sache, die Aufstellung und die Form der Mannschaften weicht oft noch stark von der idealen Besetzung während der Saison ab. So sicher auch bei Werder. Aber wo ich, selbst bei der Idealbesetzung der Werderaner, Handlungsbedarf sehe, ist der Sturm. Meiner Meinung nach sind Rosenberg, Hunt, Almeida und Klasnic gute Stürmer, aber keiner von ihnen wird einen Klose ersetzen können.
Ein Anelka könnte dies vielleicht. Der Franzose hat jedenfalls schon viel Erfahrung sammeln können, spielte bereits für Paris St. Germain, Arsenal London, Real Madrid, FC Liverpool, Manchester City, Fenerbahce und schließlich bei den Bolton Wanderers und schoss dabei regelmäßig seine Tore. Ich fänd es klasse, wenn die Bundesliga um einen solchen Spieler bereichert werden würde und ich denke auch, dass er Werder sowohl in Meisterschaft als auch in Champions-League(-Qualifikation) helfen könnte.

Also Klaus, nimm das Geld in die Hand!

Legendäre Interviews: Weißbier-Waldi

Da guck’ ich mir doch grad nach meinem sonntäglichen Kater die Bundesliga Classics auf meinem Lieblingssender DSF an – und was sehen meine müden Augen? Rudi Völler, da war doch was? Na klar! Weißbier-Waldi! Das legendäre Interview von Rudi Völler und Waldemar Hartmann aus 2003 nach dem miesen Qualifikationsspiel gegen Island. Erst wird der gute Waldi noch verschont – Gerhard Delling und Günter Netzer müssen die Attacken des ehemaligen Weltklassestürmers aushalten. Doch dann geht’s rund. Der damalige Trainer unserer DFB-Auswahl setzt zu einem verbalen Rundumschlag an und trifft Waldi ganz tief unter der Gürtellinie. Doch das lässt der nicht auf sich sitzen. Er will zur Dopingprobe!

Ailton macht sich nützlich!

Na das hätte ich ja nie erwartet. Auf der offiziellen Seite des MSV Duisburg ist zu lesen, dass Ailton seinem Mannschaftskollegen Blagoy Georgiev beim Deutschlernen hilft.
Beide sprechen spanisch, beide spielten zusammen bei Roter Stern Belgrad. Dort konnte Georgiev mit seinen Sprachkenntnissen dem Brasilianer helfen, jetzt hilft Ailton mit seinen Deutsch-Kenntnissen
Das würde ja bedeuten, dass Ailton sich mal, rein menschlich gesehen, in seinem Verein nützlich macht. Sonst war er zwar sportlich oft eine Bereicherung für’s Team. Aber abseits des Spielfeldes hatte er nur Unsinn im Kopf.

Witzig finde ich auch, dass ausgerechnet Ailton dem Bulgaren Georgiev Deutsch beibringt. Hoffentlich kommen dann noch mehr Sprüche wie
Ailton Tor – alles gut
oder

Ailton auswechseln – immer Fehler

dabei heraus. Naja ok, Ailton weiß ja anscheinend immerhin, welche Vokabeln man im Fußball benötigt.

Bernd Schuster wird Trainer von Real Madrid

Laut Berichten der dpa hat Bernd Schuster, derzeit noch Trainer vom spanischen Erstligisten FC Getafe, einen Vorvertrag bei Real Madrid unterschrieben. Bernd Schuster und Real Madrid einigten sich darauf von der jeweiligen Seite eine Million Euro zu erhalten, sollten Schuster oder Real Madrid noch einen Rückzieher machen. Schuster, der als Spieler für den Erzrivalen FC Barcelona unter Vertrag stand, hat damit sein Ziel – einen europäischen Spitzenklub zu trainieren – erreicht. Inwiefern seine Frau Gaby bei den Verhandlungen involviert war ist nicht bekannt. In einem Interview vor einigen Jahren zeigte sie aber schon einmal ihren hohen Einfluss auf den Querulanten alter Tage.